01 Nov, 2017

Lasst uns den Burger zelebrieren!

Hamburger bei The Bird aus Köln
01 Nov, 2017

Wie oft esst ihr Fleisch in der Woche? Jeden Tag? Vielleicht sogar mehrmals? Die Wurst zum Frühstück, die Currywurst in der Mittagspause und das Steak mit Freunden. Da kann nicht immer nur das beste Fleisch auf den Teller kommen – schon alleine, weil es einfach ins Geld geht – und deshalb greifen viele auch schon einmal zum Hackfleisch aus der Tiefkühltruhe. Das wollen wir von „The Bird“ ändern. Wir wollen den Burger vom Fast wieder zum Slow Food machen, richtig gutes Fleisch auf den Teller bringen und es wieder gebührend zelebrieren.

Fleisch war schon immer ein besonderes Essen. Der Sonntagsbraten, wenn es sonst die Woche über nur Kartoffeln gab oder das große Fest, wenn die Familie das Schwein im Stall schlachtete. Und dann kam McDonald’s und hat Fleisch und vor allem den Burger zu einem billigen Fast Food gemacht, das als Snack auf der Autobahn oder mitten in der Nacht nach einer durchzechten Nacht gerade richtig kommt.

Aber Essen ist mehr als bloße Nahrungsaufnahme, es ist ein Lebensgefühl, eine Feier dessen, was die Natur uns gegeben hat. Und deshalb sollten wir es zelebrieren. Das Schöne ist: Fleisch wird sogar besser, wenn man es zelebriert – jedenfalls bei japanischen Kobe-Rindern.
Den Kobe-Rindern wird im Stall klassische Musik vorgespielt, damit sie sich wohlfühlen: Bach, Beethoven und Schumann für den guten Geschmack. Und sie dürfen saufen. Ganz richtig, die Kobe-Rinder bekommen Bier zu trinken, damit sie mehr Appetit bekommen. „Für die Kuh ist ein Bier so viel wie ein kleiner Schluck Bier für einen Menschen“, sagt Philipp Ghadri von „The Bird“. Und während wir uns über den Bierbauch aufregen, den wir bekommen, wenn wir zu viel trinken, ist das für den Burger genau das richtige. Denn die Kuh wird fett und das Fleisch perfekt marmoriert.

Natürlich müssen wir jetzt nicht alle Kühe mit Bier füttern und ihnen Bach vorspielen. Aber wir können einen Anfang machen, uns fragen, wo das Fleisch, das wir essen, herkommt und es wieder als etwas besonderes genießen, anstatt Fast Food herunterzuschlingen und es als selbstverständlich anzusehen.

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